Bild: Amerique Lumuma Dead


Boris Lurie | Amerique / Lumumba Dead »Lumumba...is...dead« | 1960/61 | Öl und Papier auf Leinwand | 182 x 198 cm

© Boris Lurie Art Foundation, New York, USA

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»Ihr werdet hier keine Geheimsprache finden, noch lautloses, wortloses Schweigen, keine Botschaft für ein ausgewähltes Publikum. (…) Die Wahrheit ist unser Lehrmeister.«

Boris Lurie aus seinem Statement zur Involvement-Show, 1961, New York

Die Arbeit »Lumumba is Dead« wurde 1961 in der Involvement-Show der NO!art Gruppe in New York, gezeigt.
In der großformatigen Collage mit dem auffällig mittig gesetzten Hakenkreuz in gegenläufiger Richtung, verarbeitete Lurie neben unzähligen, sich überlagernden Pin-up-Fotos auch die Zeitungsüberschrift LUMUMBA IS DEAD.
Die Arbeit bezieht sich auf die Ermordung Patrice Lumumbas, des ersten unabhängig gewählten Premierministers des Kongo. Dessen Kampf um die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit seines Landes stand den wirtschaftlichen Interessen der ehemaligen Kolonialmacht Belgien und anderer westlicher Länder im Wege. Lurie setzt sich in dieser hochpolitischen Arbeit mit dem Phänomen der Ausübung von Gewalt in totalitären Systemen auseinander. Über die sogenannten Girly-Abbildungen der amerikanischen Männer-Magazine dieser Zeit, begibt sich Lurie ohne Rücksicht auf politisch korrekte Bildaussagen in den gefährlichen Bereich eigener Abscheu bei gleichzeitiger Obsession. Die Dämonen seiner Vergangenheit finden ihre Entsprechungen in den gegenwärtigen Verhältnissen. Gewalt und rücksichtslose Ausübung von Macht auf allen gesellschaftlichen Ebenen werden in Luries Arbeiten schonungslos demaskiert und auf einer bildlichen Ebene zu einem dichten Amalgam verschmolzen.

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